Mobilisierung der Huthis im Jemen: Vorbereitung auf die Teilnahme am Hamas-Israel-Konflikt

Im von den Huthis kontrollierten Norden Jemens wurde eine Massenmobilisierung angekündigt. Diese Bewegung zielt darauf ab, Kämpfer für eine mögliche Teilnahme am Konflikt zwischen Hamas und Israel vorzubereiten. Ein Mitglied des politischen Büros der Huthi, Huzam al-Assad, berichtet über den Beginn der Mobilisierung in allen Provinzen des Jemens, mit einem Schwerpunkt auf der Ausbildung junger Freiwilliger für militärische Aktionen.

Die Huthis, eine schiitische islamische Bewegung, begannen ihre Aktivitäten in den 1990er Jahren als Reaktion auf soziale, wirtschaftliche und religiöse Marginalisierung im Jemen. Sie sind aktiv in den Bürgerkrieg involviert, der 2014 mit der Eroberung der Hauptstadt Sanaa begann. Die Bewegung wird oft mit dem Iran in Verbindung gebracht und gilt als Teil einer breiteren „Widerstandsachse“ im Nahen Osten.

Al-Assad betonte, dass die Teilnahme der Huthis am Konflikt von der Fähigkeit abhängt, in den Gazastreifen zu gelangen. Die politische Situation im Jemen bleibt seit 2011 angespannt, nach dem „Arabischen Frühling“ und dem Sturz von Präsident Ali Abdullah Saleh. Seit 2014 ist das Land in einen Bürgerkrieg verwickelt, in dem die Huthis gegen von Saudi-Arabien unterstützte Kräfte kämpfen.

Die Huthis sind bereit, sich auf der Seite der Hamas in den Konflikt einzubringen, was ihr Bestreben widerspiegelt, ihren Einfluss über den Jemen hinaus auszudehnen und sich in breitere Konflikte im Nahen Osten einzumischen. Dies unterstreicht auch den anhaltenden Einfluss des Iran in der Region. Ihre potenzielle Beteiligung an Kampfhandlungen gegen Israel birgt jedoch potenzielle Risiken für die regionale Stabilität und die internationale Sicherheit.